Wie heizen wir morgen?

Einladung zur Infoveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung

Energiesystem mit Familie
Bildquelle: Pixabay

Wie werden wir in Zukunft klimafreundlich und bezahlbar heizen? Diese Frage wird in der Kommunalen Wärmeplanung analysiert, die die Gemeinden Tauberbischofsheim, Külsheim und Werbach im Konvoi Taubertal zusammen erstellen. Alle Kommunen Deutschlands müssen gemäß Wärmeplanungsgesetz des Bundes eine kommunale Wärmeplanung durchführen. Das Land Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 80 Prozent.

Bei öffentlichen Informationsveranstaltungen wird der aktuelle Stand und die Zielszenarien für die jeweilige Kommune vorgestellt. Die Termine in der Übersicht:

  • Tauberbischofsheim: 16. März um 17.30 Uhr im Pavillon des Technologie- und Gründerzentrums am Wörtplatz
  • Werbach: 17. März um 17.30 Uhr im Untergeschoss der Tauberhalle
  • Külsheim: 17. März um 20.00 Uhr im Alten Rathaus

Das beauftragte Planungsbüro stellt den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung für die jeweilige Kommune vor. Im Anschluss können Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen und mit der Stadt ins Gespräch kommen.

Wie läuft die kommunale Wärmeplanung ab?

Die Planung läuft in mehreren Schritten:

  1. Bestandsaufnahme:
    Zunächst wurde untersucht, wie heute geheizt wird. Erfasst wurden unter anderem der Wärmebedarf, die eingesetzten Energieträger und die Gebäudestruktur. Alle Daten wurden in einem digitalen Modell zusammengeführt. So lässt sich auf einen Blick erkennen, wo wie viel Energie benötigt wird.
  2. Potenzialanalyse:
    Im nächsten Schritt wurde geprüft, wo Energie eingespart werden kann und welche erneuerbaren Quellen genutzt werden könnten – zum Beispiel Umweltwärme, Solarenergie oder Abwärme aus Betrieben.
    Das Ergebnis: Durch energetische Sanierungen lässt sich viel Energie sparen. Gleichzeitig könnten erneuerbare Energien rechnerisch den gesamten Wärmebedarf decken.
  3. Blick in die Zukunft:
    Darauf aufbauend wurden zwei mögliche Zukunftsszenarien entwickelt.
    In dichterbebauten Gebieten könnten moderne Wärmenetze sinnvoll sein. In anderen Bereichen werden voraussichtlich eher individuelle Lösungen wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen eine Rolle spielen.
  4. Konkrete Schritte:
    Zum Abschluss wird eine Umsetzungsstrategie erarbeitet. Sie enthält konkrete Maßnahmen und dient der Stadt als Leitfaden für weitere Planungen und Investitionen.

Die Wärmeplanung legt also noch nichts verbindlich fest, sondern zeigt Wege und Möglichkeiten auf.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und mitzudiskutieren.