Sieben alte Kastanien am Kriegerdenkmal müssen gefällt werden – Neubepflanzung ist geplant
Am Kriegerdenkmal an der Tauberbrücke müssen insgesamt sieben alte Rosskastanien bis Ende Februar 2026 gefällt werden. Die Maßnahme ist aus Gründen der Verkehrssicherheit leider unvermeidlich. Umfangreiche fachliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gegeben ist und von ihnen eine akute Gefahr ausgeht.
„Uns ist bewusst, dass diese Bäume seit viele Jahrzehnte stadtprägend waren und vielen Bürgerinnen und Bürgern ans Herz gewachsen sind. Umso schwerer fällt diese Entscheidung“, betont Bürgermeisterin Anette Schmidt. „Die Sicherheit der Menschen hat jedoch oberste Priorität. Nach sorgfältiger Abwägung und Prüfung aller Alternativen gibt es leider keine andere verantwortbare Lösung.“
Die Stadt hatte die Bäume im Rahmen einer turnusmäßigen Verkehrssicherheitsprüfung durch eine externe Fachfirma untersuchen lassen. Dabei kamen unter anderem moderne Messverfahren zum Einsatz, die schwere Schäden im inneren Stamm- und Wurzelbereich nachgewiesen haben. Teilweise ist das Holz stark zersetzt, sodass ein Bruch der Bäume jederzeit möglich wäre – insbesondere angesichts der exponierten Lage an einem stark frequentierten Verkehrsbereich.
Vor der Fällung wurden die Bäume zudem artenschutzrechtlich überprüft. Es konnten keine geschützten Tierarten wie Fledermäuse oder Juchtenkäfer festgestellt werden, die einer Fällung entgegenstehen würden. Da die Kastanien für den Stadteingang von großer Bedeutung sind, wurde die Situation vor Ort intensiv begutachtet. Bürgermeisterin Anette Schmidt, Bauamtsleiter Zoltan Szlaninka sowie Katharina Lampert, die das Projekt betreut, verschafften sich im Januar persönlich ein Bild von den Schäden und den möglichen Alternativen.
Die Stadt legt großen Wert darauf, den Verlust der alten Bäume auszugleichen. Direkt im Anschluss an die Fällarbeiten ist eine Neubepflanzung vorgesehen. Geplant ist die Pflanzung von klimaresistenten, insektenfreundlichen Linden mit Alleecharakter, die sich gestalterisch und symbolisch gut in den Bereich des Kriegerdenkmals einfügen. Auf eine erneute Pflanzung von Rosskastanien wird bewusst verzichtet, da diese Baumart zunehmend unter Trockenstress, Krankheiten und Schädlingsbefall leidet und sich langfristig als weniger klimaresistent erweist.
Die Neubepflanzung soll noch im Frühjahr 2026 erfolgen. Ebenfalls ist künftig auch die Einbindung, dieser Fläche in die Umgestaltung des Stadteingangs Süd mit dem Tauberufer vorgesehen
Mit der Maßnahme möchte die Stadt langfristig sowohl die Sicherheit als auch die gestalterische Qualität dieses sensiblen und bedeutenden Ortes erhalten.
Ergebnis und Empfehlungen
Sowohl die Schallmessung als auch die Bohrwiderstandsmessungen lassen folgern, dass der innere Stammfuß zum Großteil völlig zersetzt ist. Selbst an den Wurzelanläufen, an denen in der Regel stärkeres Holz erwartet werden kann, sind nur noch wenige Zentimeter stabiles Holz. In der Regel sind die tatsächlichen Restwandstärken höher als im Schalltomogramm, da die Schallgeschwindigkeit auch durch Rissbildungen beeinträchtigt wird (z.B. Messung bei MP 5-6).


