Jahreshauptversammlung der FFW Tauberbischofsheim

Text: Kurt Baumann

Die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim fand am Freitag Abend in der Tauberbischofsheimer Festhalle statt. Gekommen waren neben 132 aktiven Feuerwehrleuten aus Kernstadt und den Stadtteilen die Mitglieder der musiktreibenden Züge, der Jugendfeuerwehr sowie die Alterskameraden. Bei den Neuwahlen wurde Michael Noe für weitere fünf Jahre in seinem Amt als Stadtkommandant bestätigt, ebenfalls sein Stellvertreter Dominik Götzinger.

Stadtkommandant Michael Noe begrüßte Bürgermeister Wolfgang Vockel sowie viele Stadträte aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, die Vertreter weiterer Hilfsorganisationen wie DLRG und DRK sowie Uwe Reichel für die VS-Werksfeuerwehr.
Nach dem Gedenken an die in den vergangenen Jahren verstorbenen Kameraden, begleitet von der Stadt- und Feuerwehrkapelle unter Leitung von Gustav Endres mit dem Lied vom guten Kameraden ging Michael Noe auf die vergangenen Jahre ein.

Stolz ist er auf 256 Aktive in den Einsatzabteilungen und 49 Mitglieder der Jugendfeuerwehr sowie 75 Alterskameraden. In 15 Sitzungen wurden 75 Tagesordnungspunkte bearbeitet, er konnte auch bei fast allen Hauptversammlungen der Abteilungen dabei sein. Hinzu kommen Brandverhütungsschauen, Inbetriebnahme von Brandmeldeanlagen und vieles mehr. 736 Feuerwehreinsätze waren in diesen 5 Jahren zu leisten, bei 516 Einsätzen war er selbst dabei, oft keine leichten Einsätze. Insgesamt wurden 15.436 Einsatzstunden geleistet, deshalb sei auch gutes Material und gute Fahrzeuge wichtig, so habe man die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr zeigen können. Michael Noe ging auf die Beschaffungen der letzten Jahre ein und stellte auch die Planungen für den Ersatz von Fahrzeugen vor, Anträge beim Land sind gestellt. Ein Höhepunkt war für ihn die feierliche Übergabe der neuen Drehleiter DLA(K) 23/12, der „Königin der Feuerwehrfahrzeuge“, die gezeigten Bilder von der Inbetriebnahme auf dem Marktplatz machten diesen Höhepunkt nochmals deutlich. Ein Dank ging auch an Viktoria Endres für die bemerkenswerte Feuerschau. Er danke allen Feuerwehrleuten für ihr persönliches Engagement und das Vertrauen der letzten fünf Jahre.
Stadtjugendwart Timo Lang ging auf die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr ein, immerhin gehören ihr 31 Jungen und 12 Mädchen an, hinzu kommen noch 18 Betreuer. Er sei froh, dass mit Ralph Kinzie nun ein Nachfolger als neuer Stadtjugendfeuerwehrwart gefunden sei, Markus Trinks wurde als Stellvertreter gewählt.
Den Bericht der Musik treibenden Züge gab Renè Hofmann, Stabführer des Spielmannszuges, ab: sein Rückblick zeigte die vielen Auftritte beim Maibaumaufstellen, Volkstrauertag, Einweihung von Fahrzeugen, aber auch bei Beerdigungen sowie die Unterstützung beim Gemeinschaftskorps. So ist vielen der gemeinsame Auftritt von Spielmannszug und Stadtkapelle bei der neuen Drehleiter in Erinnerung. Am 11.5. ist ein Auftritt bei der Bundesgartenschau in Heilbronn geplant. So seien die Musiker auch im Kreis und Land immer wieder im Einsatz. Er stellte auch das Engagement von Gustav Endres als „Hans Dampf in allen Gassen“ heraus und erwähnte die geleisteten 200 Ausbildungsstunden. Ein besonders Anliegen war ihm die Werbung für Jungmusiker, die sehr gerne willkommen sind und sprach notwendige neue Wege für die Zukunft der Feuerwehrmusik an.
Die nun folgende Entlastung des Kommandanten und seines Stellvertreters durch Matthias Arnold erfolgte einstimmig.
Interessant war die Ansprache von Bürgermeister Wolfgang Vockel, der zunächst den altrömischen Dichter Horaz zitierte, der bereits vor 2000 Jahren feststellte: „Denn es handelt sich um deine Habe, wenn das Haus des Nachbarn brennt“. Tatsächlich müsse es ein Gemeinschaftsanliegen sein, dem Nachbarn in Not beizustehen und ihm zu helfen. Deshalb waren ihm die Dankesworte seitens der Stadt als Trägerin der freiwilligen Feuerwehr auch im Namen des Gemeinderats und seiner Mitarbeiter zum Wohle der Bevölkerung wichtig. Der Bericht durch Michael Noe sei ein lebhafter Beweis, dass die Feuerwehr mit ihrem Dienst die Gemeinschaft und das öffentliche Leben präge. Er freue sich, dass mit den genannten 256 Mitgliedern die aktive Einsatzabteilung konstant sei. Eine maßgebliche Voraussetzung für die künftige Funktionsfähigkeit der Feuerwehr ist die Bereitschaft der Frauen und Männer, sich in den ehrenamtlichen Dienst zu begeben, dauerhaft engagiert zu sein und sich aus- und laufend fortzubilden und schließlich auch für Führungsverantwortung zur Verfügung zu stehen.
Er führte die verschiedenen Seminare und Ausbildungen wie Atemschutzträger, Zug- oder Gruppenführer, Maschinisten, Gerätewarte bis hin zur Drehleiter auf und sprach seinen Dank aus, dass sich so viele weitergebildet haben. Dies sei notwendig, denn gerade die technischen Herausforderungen wie PV-Anlagen, Elektrofahrzeuge, Gefahrstoffe und neue Werkstoffe gewinnen an Bedeutung. Besonders wichtig ist ihm auch die Jugendfeuerwehr, damit immer wieder junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern sind.

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