Ostergrüße aus dem Rathaus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir alle hoffen, dass uns die bevorstehenden Osterfeiertage als einmalige Ausnahme in Erinnerung bleiben werden. Gottesdienste in den Kirchen finden nur virtuell statt. Nicht die gewohnten Besuche bei den Eltern, bei Oma und Opa. Das Eiersuchen nur in kleinem Kreise. Ja, vieles ist derzeit nicht mehr so, wie es immer selbstverständlich war. Dazu kommt noch die Sorge um die eigene Gesundheit und die von Familie und Freunden. Die Unsicherheit, wie es mit dem Arbeitsplatz weiter geht. Viele Selbstständige sind in ihren Existenzen gefährdet.

Aber Ostern ist auch das Fest der Hoffnung. „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln“, hat der Theologe Dietrich Bonhoeffer einmal gesagt und den Menschen Hoffnung gegeben.

Wir alle hoffen, dass wir nach Ostern das Gröbste überstanden haben. Noch aber wissen wir nicht genau, wie lange wir noch in diesem Zustand ausharren müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf Fragen, wann die Regeln gelockert werden am vergangenen Freitag gesagt: „Ich verstehe diese Frage. Dennoch würde ich absolut unverantwortlich handeln, wenn ich Ihnen heute einfach einen konkreten Tag nennen würde, an dem die Maßnahmen aufgehoben, zumindest aber gelockert werden könnten, dieses Versprechen dann aber nicht einhalten könnte, weil die Infektionszahlen es nicht zulassen.“ Über den Ausstieg oder zumindest die Lockerung der Beschränkungen wird vielfach diskutiert. Ich bin sicher, dass wir nach den Osterferien mehr erfahren. Eine Prognose wage ich jedoch noch nicht, aber ich bin überzeugt, dass die Entscheidungen sorgfältig unter Abwägung aller Gesichtspunkte getroffen werden.

Die Zahlen der infizierten Personen steigen noch immer an, wenn auch verlangsamt. Ich kenne auch die Diskussion um die Belastbarkeit der Zahlen: Steigen sie, weil mehr Menschen getestet werden? Wie aussagekräftig sind die Zahlen, auf welcher Basis werden sie erhoben? Sind sie untereinander vergleichbar? Vieles ­nicht nur die Zahlen- wird im Nachhinein ausgewertet werden. Ich hoffe, dass viele Maßnahmen, die jetzt getroffen werden und die uns so elementar beschränken, im Nachhinein als angemessen und wirkungsvoll bewertet werden. Manches wird sich auch als unnötig, unwirksam, vielleicht sogar als kontraproduktiv erweisen. Aber die Verantwortlichen in der Politik müssen ihre Entscheidungen jetzt treffen, auch mit Unsicherheiten und ohne die Gewissheit, letztlich das Richtige zu tun. Und wir als Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, das Unsrige zu tun und zur Überwindung der Krise beizutragen. So, wie wir es in den vergangenen Wochen schon getan haben.

Und da die Situation nun mal so ist wie sie ist, möchte ich Sie ermutigen, das Beste daraus zu machen. Diese riesige Krise hat auch eine andere Seite, die über Ostern zum Tragen kommen kann. Das Leben ist nicht so hektisch, es ist langsamer, es ist ruhiger, es gibt mehr Zeit zur Muße, zum Lesen und zum Spazierengehen, auch das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite! Die Kinder müssen in den Osterferien keine Hausaufgaben machen und so können auch mal andere Sachen gemacht werden: Zusammen kochen und backen, basteln und handwerken. Für Feiertage sind das keine schlechten Aussichten.

Die „Osterbotschaften“ am Brunnen sind von den Kindern der Notfallbetreuung gebastelt worden.

Die Coronakrise überzieht die ganze Welt und wir in Deutschland sind nicht am Schlimmsten dran. Diese Aussage werden manche als provokant werten, aber was ich meine ist, dass die meisten von uns ein Zuhause haben, wir haben sauberes Wasser, wir können einkaufen und die Lebensmittelversorgung ist gut. Sicher, es fehlt Gewohntes, wir können uns nicht so frei bewegen und nicht unternehmen was wir möchten, nicht verreisen usw. Aber diese Krise wird auch wieder vorbei gehen und wir müssen diese schwierige Zeit nun miteinander gut durchstehen. Ich möchte mein Grußwort mit den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel schließen: “Es wird ein Danach geben

Oder um zum Gedanken an Ostern zurückzukommen: Es wird auch wieder Osterfeste geben, an denen wir uns uneingeschränkt Frohe Ostern wünschen werden. Wann dieses Danach kommt und wie gut das Leben wieder sein wird, das haben wir jetzt alle mit in der Hand. Wir alle zusammen können unserem Land helfen, den Weg aus dieser Krise zu finden. Und dieses Wir, das zählt jetzt.

Im Namen des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung wünsche ich Ihnen allen ein frohes Osterfest und bleiben Sie gesund!

Ihre
Anette Schmidt
Bürgermeisterin

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