Nachhaltige Forstwirtschaft
Weiterführende Informationen - Forstwirtschaft ist Klimaschutz
Nachhaltig bewirtschaftete Wälder leisten einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz: Ein Hektar Wald bindet jährlich 6–10 Tonnen CO₂ und speichert den Kohlenstoff langfristig – nicht nur in den Bäumen, sondern auch in Holzprodukten wie Möbeln oder Häusern. Durch den Substitutionseffekt ersetzt Holz als nachwachsender Rohstoff energieintensive Materialien wie Beton oder Stahl, etwa im Holzbau, und reduziert so den CO₂-Ausstoß der Industrie. Selbst Resthölzer aus der Waldpflege werden als Hackschnitzel oder Pellets zu CO₂-neutraler Energie verarbeitet.
Gleichzeitig passt die Forstwirtschaft Wälder an den Klimawandel an: Fichten-Monokulturen, die besonders anfällig für Trockenheit und Borkenkäfer sind, werden schrittweise in klimastabile Mischwälder umgewandelt. Dabei setzen Förster:innen auf einheimische Zukunftsbaumarten wie Eiche, Linde, Feldahorn, Wildapfel oder Elsbeere sowie auf gebietsfremde, aber klimaresistente Arten wie Atlaszeder, Libanonzeder oder Douglasie, deren Eignung in Feldversuchen der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg getestet wird. Zusätzlich stärken Agroforst-Systeme und natürliche Bodenbeläge den Wasserhaushalt, während artenreiche Wälder Lebensräume für Tiere wie die Mopsfledermaus oder den Hirschkäfer bieten – beide sind auf Totholz angewiesen.
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Nachhaltige Forstwirtschaft
Der Klimawandel verändert unsere Wälder stark. Die Sommer werden heißer und trockener. Viele Bäume leiden unter Wassermangel. Einige Baumarten kommen mit den neuen Bedingungen schlecht zurecht. Manche Baumarten haben Probleme.
Die Fichte braucht viel Wasser. Darum leidet sie besonders unter Trockenheit. Geschwächte Fichten werden oft vom Borkenkäfer befallen. Auch die Buche leidet unter Hitze und Trockenheit.
Der Wald braucht Unterstützung. Försterinnen und Förster kümmern sich um den Wald. Junge Bäume werden geschützt. Zum Beispiel vor Verbiss durch Rehe. Verbiss bedeutet: Tiere fressen junge Triebe von Bäumen.
Warum ist Jagd wichtig? In unseren Wäldern gibt es nur wenige natürliche Feinde für Rehe und Hirsche. Deshalb können sich manche Tierarten stark vermehren. Zu viele Tiere fressen viele junge Bäume. Jägerinnen und Jäger helfen dabei, das Gleichgewicht im Wald zu erhalten.
Neue Baumarten für die Zukunft. Fachleute untersuchen, welche Bäume gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. Geeignete Baumarten werden neu gepflanzt. So soll der Wald fit für die Zukunft werden.
Der Wald wird schrittweise umgebaut. Ziel ist ein stabiler Mischwald. Dazu gehören: heimische Baumarten, die Trockenheit vertragen, Baumarten aus wärmeren Regionen Europas, andere gut erforschte Baumarten. So kann der Wald besser mit dem Klimawandel umgehen.
Info: Der Rohstoff Holz.
Holz ist ein wichtiger Rohstoff. Menschen nutzen Holz seit vielen tausend Jahren. Holz wächst nach. Darum ist Holz bei nachhaltiger Nutzung besonders wertvoll. Holz wird zum Beispiel genutzt für: Möbel, Häuser, Papier, Wärme und Energie.
