Baumarten im Wandel
Weiterführende Informationen - Glaskugel oder Feldversuche?
Die Forstwirtschaft wünscht sich eine Glaskugel, mit der sie jahrzehntelang planen kann. Wie wir das Klima in den nächsten 100 Jahren? Welche Bäume müssen heute gepflanzt werden, damit auch in 100 Jahren der Wald seine wichtigen Funktionen erfüllen kann? Leider fehlt der Forstwirtschaft, wie allen anderen, diese Glaskugel. Deshalb braucht es andere Methoden, um Waldwachstum und Klimawandelanpassung bestmöglich abzuschätzen.
Mit Feldversuchen prüfen Forschende, welche Bäume unter welchen Bedingungen wachsen. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), die auch bei der Erstellung des Klimaschutzlehrpfads unterstützte, führt alleine im Main-Tauber-Kreis elf Feldversuche durch. Die Erkenntnisse werden genutzt, um abschätzen zu können, welche Baumarten eine Zukunft im Klimawandel haben werden und welche nicht. Eine Gewissheit wird es jedoch nicht geben. Die auf dem Schild abgebildeten Bäume haben sich in Versuchen als vielversprechend erwiesen. Der Klimaschutzlehrpfad erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit - zu viel ist im Wandel, so vieles ist unsicher.
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Viele Bäume in unseren Wäldern haben es schwer. Das Klima wird wärmer und trockener. Einige Bäume können sich nicht schnell genug anpassen. Sie werden vielleicht verschwinden.
Was tun wir dagegen? Wir pflanzen neue Bäume, die besser mit Hitze und Trockenheit klarkommen. Es gibt zwei Arten von Bäumen:
Einheimische Bäume: Das sind Bäume, die schon immer bei uns gewachsen sind. Beispiele: Eiche, Linde, Feldahorn, Walnuss, Wildapfel, Wildbirne, Speierling, Elsbeere, Mehlbeere.
Gebietsfremde Bäume: Das sind Bäume, die ursprünglich aus anderen Ländern kommen. Beispiele: Atlaszeder, Libanonzeder, Hickory, Götterbaum, Tulpenbaum, Gelbkiefer.
Wer entscheidet, welche Bäume gepflanzt werden? Forscher:innen testen in Feldversuchen, welche Bäume bei uns gut wachsen. Niemand weiß heute genau, welche Bäume für in den nächsten Jahrzehnten bleiben. Aber eines ist sicher: Neue Bäume bringen auch neue Tiere und Pflanzen mit.
