Klimatologische Grundlagen
Weiterführende Informationen
Prognose für 2100
Regelmäßig erscheint der IPCC-Sachstandsbericht, der von mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen geschrieben wird, die aus ganz unterschiedlichen Perspektiven den Klimawandel untersuchen. Anhand mehrerer Modelle werden Szenarien für die weitere Erderwärmung berechnet. Das derzeit wahrscheinlichste Szenario geht von einer globalen Temperaturzunahme von 2,3 bis 2,7 Grad Celsius aus.
Diese enorme Veränderung bringt massive Folgen mit sich: Der Meeresspiegel steigt und kleine Inselstaaten verlieren ihr Zuhause, Dürre führt weltweit zu Ernteausfällen, Extremwettereignisse gefährden das Leben vieler Menschen und Konflikte um Wasser, Nahrung und deren Zugänge könnten zunehmen.
Zwei gute Nachrichten
1. Es ist noch nicht zu spät. Noch können wir etwas dagegen tun.
2. Die globalen Anstrengungen haben dazu geführt, dass das Extremszenario des IPCC als höchst unwahrscheinlich eingestuft wurde. In anderen Worten: Das Allerschlimmste wurde vorerst verhindert. Dennoch ist noch viel zu tun.
Wie guter Klimaschutz gelingen kann
- Stopp der Subventionen von fossilen Energieträgern
- Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energieträger
- Elektrifizierung des Verkehrs
- Verstärkte Nutzung des ÖPNV und Fahrrads
- Fleischarme Ernährung
- Keine Rodung von Waldflächen für Ackerflächen
Der große Vorteil von Klimaschutz besteht nicht nur darin, den einzigen Planeten, der menschliches Leben zulässt, zu schützen - das alleine sollte Motivation genug sein -, sondern bringt auch viele positive Effekte mit sich. Da wir fast 100 Prozent der fossilen Energieträger Öl und Gas importieren müssen, fließen Milliarden Euro jährlich aus Deutschland heraus - nicht selten zu autoritären Staaten. Zudem subventionieren wir fossile Energieträger, von denen wir eigentlich wegkommen wollen, mit mehreren Milliarden pro Jahr. Das verzerrt den Markt enorm. Mit dem Stopp des Verbrennens von Öl und Gas steigt auch die Luftqualität.

