Regenwasserkanäle unter der Bahnstrecke verlegt

Gruppenbild der Projektbeteiligten
v.l. Bürgermeisterin Anette Schmidt, Zoltan Szlaninka (Leiter Bauamt), Michael Zwingmann (Bauleiter Fa. Boller-Bau), Lina Wang (Mohn Ingenieure), Steffen Boller (Fa. Boller-Bau), Georg Mohn (Mohn Ingenieure) Andreas Baumann (Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung)
Oben rollt der Zug und unten werden die Rohre verlegt.

Oben rollen die Züge und ein paar Meter tiefer wird gebohrt. Der neue Regenwasserkanal zur Entwässerung des Industriegebiets Nord ist unter der Bahnstrecke im Rohrvortrieb verlegt worden. Mit Druck hat die computergesteuerte Maschine die jeweils vier Meter langen Stahlbetonrohre - Rohr für Rohr - durch den Boden gepresst. Vor dem Rohr frisst ein Bohrkopf mit einem Schürfring den Weg für die Leitung mit einem Durchmesser von einem Meter frei.

Im März ist die Baumaßnahme zur Erweiterung der Entwässerungsanlage gestartet. Vom jetzigen Regenklärbecken aus wird zunächst ein neuer Regenwasserkanal von 360 Metern Länge gebaut. Die K2815 Tauberbischofsheim – Hochhausen ist bereits gekreuzt und jetzt ist auch die ungefähr 50 Meter lange Strecke unter den Gleisen geschafft. Einen Tag früher als erwartet. Im weiteren Verlauf führt die Kanalstrecke bis zur Straße „Am Fronbrunnen“ auf der Höhe der Firma Hofmann-Menü und bis zur neuen Erschließungsstraße. Der Vorteil des unterirdischen Verfahrens: Für den Kanalbau reichen eine Start- und Zielgrube und der Bahnbetrieb wird nicht gestört. Maik Lommatzsch steuert den Bohrer von außerhalb der fünf Meter tiefen Grube und kann dessen Lage mit Hilfe des Computers bestimmen. Lommatzsch ist Polier der Firma VT-Vortriebstechnik aus Österreich. Die Spezialfirma ist im Auftrag der Firma Boller tätig. Der Aushub wird direkt über Schläuche und mittels Wasser aus dem Bohrloch geschwemmt. Insgesamt werden rund 2.800 Kubikmeter Baugrubenaushub anfallen.

„Bisher liegen wir gut im Zeitplan“ erklärt Bauamtsleiter Zoltan Szlaninka die nachhaltige Baumaßnahme und weiter: „Wenn die Regenwasserkanäle fertig sind, wird in einem zweiten Bauabschnitt ein zusätzliches Regenklärbecken gebaut. Dort sammelt sich das Oberflächenwasser und die Verschmutzungen wie Sand, Gummiabrieb oder Öl setzen sich alleine durch Sedimentation ab. Das gereinigte Wasser kann dann ohne zusätzliche Technik der Tauber zugeführt werden. Auf eine aufwendige und kostenintensive Reinigung in der Kläranlage kann dadurch verzichtet werden.“

Der Bohrkopf mit Schürfring ist in der Zielbaugrube angekommen

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