38. Schlosskonzertsaison – Klangvoll auf großer Bühne in der Stadthalle
Am Samstag, 27. September, beginnt die 38. Saison der Tauberbischofsheimer Schlosskonzerte mit einem – glücklicherweise – vorübergehenden Ortswechsel in die Stadthalle. Das kurmainzische Schloss war die ursprüngliche Spielstätte der zunehmend erfolgreichen Konzertreihe, die im Jahr 1987 vom ehemaligen Bürgermeister Erich Hollerbach initiiert wurde und von Peter Leicht bis heute konzipiert wird. Von daher blieb das „Schloss“ in der Namensgebung auch nach dem kurzzeitig späteren Umzug in den neu renovierten Rathaussaal erhalten, der mit seinem einmaligen Ambiente und seiner für Kammermusik idealen Akustik zum her[1]ausragenden Ruf weit über die Grenzen der Kreisstadt beigetragen hat. Der aktuelle Umzug in die größer dimensionierte Stadthalle stellt nun eine Herausforderung dar, bringt allerdings auch einen besonderen Reiz für die kommende Programmgestaltung.
Schon der Auftakt mit dem Stuttgarter Kammerchor, einem der weltweit führenden Vokalensembles, verspricht durch die vollstimmige Besetzung mit bis zu 16 Stimmen in einem Gloria von Orazio Benevoli ein berauschendes Klangerlebnis. Abgesehen von diesem Meisterwerk der Renaissance bewegen sich die weiteren Kompositionen dieses Abends im Stil der Romantik.
Mit orchestraler Besetzung geht es am Samstag, 13. Dezember, weiter. Das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim präsentiert die junge Geigerin Giulia Cellachci mit dem Violinkonzert d-Moll von Mendelssohn.
Von Bach bis Beatles unterhalten die Katona Twins ihr Publikum am Sonntag, 1. Februar. Bereits mehrfach haben sie bei den Schlosskonzerten verblüfft durch ihre überragende Virtuosität und ein Zusammenspiel von zwei Gitarren, wie es nur Zwillinge vermögen.
Sonntagnachmittag, 22. März, 17 Uhr – mit derartigen Angeboten hat das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau die Tauberbischofsheimer bereits mehrfach in die Stadthalle gelockt. Besonderer Anziehungspunkt wird dieses Mal der aus Sankt Petersburg stammende Solist Sergey Malov. Er ist durch zahlreiche Wettbewerbe ausgezeichnet, wie den ARD-Wettbewerb, den Paganini-Wettbewerb in Genua oder den Mozart-Wettbewerb in Salzburg. Was ihn zu einer Ausnahmeerscheinung macht, ist seine Vielseitigkeit. Er spielt gleichermaßen Violine, Viola, Violoncello und dazu noch deren Mischform, das Violoncello da spalla, auf dem Johann Sebastian Bach wahrscheinlich seine legendären Cellosuiten gespielt hat. Zu hören ist er mit dem Konzert D-Dur von Philipp Emanuel Bach und der Serenade mélancolique von Tschaikowsky.
Den launigen Ausklang der 38. Saison bietet das fünfstimmige Vokalensemble Quintense am Sonntag, 19. April. Coldplay, Phil Collins, Beatles, Pop, Soul, Jazz, auch mal Volkslied in raffinierten Arrangements, gelegentlich auch mit Beatboxing, liefert diese neu gegründete Gruppe aus der Chorstadt Leipzig – diese „Weltklasse-Senkrechtstarter“ (Südwestpresse).
Aktuell sind die Schlosskonzerte (noch) im kostengünstigen 3er- oder 5er-Abo erhältlich – ideal für alle, die sich mehrere Konzerte zum Vorteilspreis gönnen möchten. Weitere Informationen und Kartenvorverkauf: Tourist-Information, Rathaus 97941 Tauberbischofsheim, Tel. 09341 803-1010.

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