Tauberbischofsheim in drei Tagen entdecken

Tauberbischofsheim, Kreisstadt des Main-Tauber-Kreises, liegt am Beginn der Touristikroute „Romantische Straße" und im „Lieblichen Taubertal“, das als eine der schönsten deutschen Landschaften bezeichnet wird. Tauberbischofsheim ist durch eine direkte Autobahnanbindung, die Nähe zu internationalen Flughäfen und zum ICE/IC-Knoten Würzburg bestens erreichbar ( nähere Informationen zur Anreise ).

1. Tag
Auf eigene Faust die Ferienstadt Tauberbischofsheim entdecken, das ist mit dem kleinen handlichen Stadtplan gut möglich, der den Besucher auf seinem „Bischemer Altstadtrundgang“ begleitet.

Ausgangspunkt ist das neugotische Rathaus am Marktplatz, das 1865-1867 erbaut wurde. An der Fassade ist ein Glockenspiel angebracht und zur Erinnerung an die frühere Marktzeit hängt unter den Arkaden die Stadtwaage von 1775. Der Marktplatz ist der Mittelpunkt der Stadt.  Das Gebäude "Alte Post“ besticht mit seinen vielen Fachwerkeinzelheiten. Aus zwei kleinen Häusern wurde 1602 durch Aufsetzung eines Giebels ein großes Fachwerkhaus geschaffen.

Tauberbischofsheimer Marktplatz mit neugotischem Rathaus

Die Stern-Apotheke und das de-la-Roche-Haus wurden genau nach den alten Bildern in Fachwerk wieder aufgebaut. Besonders erwähnenswert sind die Fratzenköpfe an den Konsolen. Die Liobakirche an der gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes war die Klosterkirche des 1823 aufgelösten Franziskanerklosters, im Klosterhof selbst ist heute die Stadtverwaltung unterbracht.

Der Weg führt dann in die untere Fußgängerzone, vorbei am Mackert-Haus, das 1744 als Barockpalais des Weinhändlers Bögner erbaut wurde. Das „Liebler-Haus“ ist eines der schönsten Fachwerkhäuser, dargestellt sind Melusinen, Wasserjungfern und Wassermänner. Zurück führt der Weg zwischen dem Mackert-Haus und der Liobakirche in die Klostergasse, vorbei am ehemaligen Armen-Spital und weiter durch den Klostergarten zum Fischgässchen. Auch hier finden sich Fachwerkhäuser, Ackerbürgerhäuser und Häuser, die durch den Platzmangel in der Stadt eigenartige Formen erhielten. Durch die Stadtmauer beengt, waren für diese kleinen Häuser andere Formen nicht möglich.

Kurmainzisches Schloß mit Türmersturm

Der Weg führt nun weiter am Mühlkanal entlang zu Resten der alten Stadtmauer mit dem Hungerturm, einer sehr idyllischen Ecke. Von der Rückseite her gelangt man am Krötenbrunnen vorbei zum Kurmainzischen Schloss. Der Türmersturm aus dem 13. und 15. Jahrhundert ist das Wahrzeichen der Stadt, die östlichen Wirtschaftsgebäude aus dem 15./16. Jahrhundert sind Bestandteile der früheren Wasserburg. Im Kurmainzischen Schloss ist heute das Tauberfränkische Landschaftsmuseum untergebracht. Das Stadtmodell „Bischofsheim in der Mitte des 18. Jahrhunderts“, das sich im Museum befindet, zeigt die Stadt mit all ihren damals typischen Besonderheiten, der rundum laufenden Stadtbefestigung mit Wachtürmen, den Stadttoren, dem Kurmainzischen Schloss als Verwaltungssitz, verwinkelten Gassen und vielem mehr.

Vom Schlosshof aus erkennt man vis-à-vis die Stadtkirche St. Martin, die man u. a. durch die Martinsgasse erreicht. Die Kirche wurde von 1910 bis 1914 erbaut und beherbergt mehrere wertvolle Schnitzarbeiten von Prof. Thomas Buscher sowie wichtige Kunstwerke aus den Vorgängerkirchen. Ein kleiner Abstecher lohnt sich zur Peterskapelle, dem ältesten sakralen Gebäude der Stadt. Heute gilt die Peterskapelle als Kulturdenkmal von besonderer regionaler Bedeutung. Datiert wird die Kapelle in die Romanik, um 1250. Von hier aus führt der Weg zurück in die Fußgängerzone und diese abwärts bis zum Marktplatz.

Peterskapelle im Sommer - 2

Hinter dem Rathaus am Marktplatz befindet sich der „Engel-Saal“, in dem ganzjährig vom Kunstverein kulturelle Veranstaltungen, Kabaretts und Ausstellungen angeboten werden.

Innenansicht des Tauberfränkisches Heimatmuseum

Auch die Museen der Stadt laden zum Besuch ein:

  • Das „Bauernhofmuseum“ von Bertold Hollerbach im Stadtteil Distelhausen veranschaulicht mit ca. 5000 Exponaten das Leben, das Berufbild und die Arbeit des Bauern der letzten 150 Jahre.
  • Erlebnisbesichtigung der Distelhäuser Brauerei im Stadtteil Distelhausen mit Multivisionsschau, Besichtigung der Herzstücke der Brauerei, kleiner Bierprobe sowie Besuch des Schalanders inklusive einem deftigen Distelhäuser Vesperteller und Getränken.
2. Tag

Abwechslungsreich ist auch das Sport- und Freizeitangebot der Ferienstadt. Tauberbischofsheim liegt an zahlreichen gut ausgebauten Fahrrad- und Wanderwegen. Der Fahrradweg „Liebliches Taubertal – der Klassiker" wurde vom ADFC mit 5 Sternen ausgezeichnet. Der Radweg führt von Rothenburg o.d.T. bis Wertheim/Main. Der Radweg Romantische Straße verbindet die Städte von Würzburg bis Füssen.  Auch Touren in die Seitentäler bieten viel Abwechslung. Zwei ausgebaute Inliner-Rundwege mit 3,8 km und 12 km Länge führen durch die Tauberauen und mit vier Nordic-Walking-Parcours liegt Tauberbischofsheim voll im Trend.

Hochhausen Fahrradweg

Blick über das Schwimmbecken des Frankenbad

Der Walderlebnispfad Hamberg lädt zu einem ausgedehnten Waldspaziergang ein und bietet neben zahlreichen Informationstafeln sieben Erlebnisstationen, die den Besucher aktiv in das Ökosystem Wald einbeziehen und zum einen für manche Überraschung und Spaß, aber auch für Ruhe, Erholung und Information sorgen.

Das beheizte städtische Freibad an der Vitryallee, das Hallenbad mit Sauna oder die Saunen der Fitnessclubs sorgen für Entspannung und Erholung nach sportlichen Aktivitäten ebenso wie die umfassenden Wellnessangebote der Kosmetik- & Tagesfarm am Brenner.

3. Tag

Tauberbischofsheim ist die Stadt der Fecht-Weltmeister und -Olympiasieger. Durch die Erfolge bei nationalen und internationalen Wettkämpfen haben die Sportlerinnen und Sportler des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim alleine bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften inzwischen über 340 Medaillen erkämpft. Was liegt da näher, als einen Blick in die Medaillenschmiede an der Pestalozziallee zu werfen und sich dort, ganz leise, zu informieren und den Sportlern beim Training über die Klinge zu sehen.

Olympiastützpunkt

Mit etwas Glück können Sie auch bei einem der zahlreichen Fechtturniere zu Gast sein. Einen Veranstaltungskalender finden Sie auf unserer Website.

Lassen Sie den Tag in einem gemütlichen Biergarten, Restaurant, Café, Eiscafés oder Bistro entlang der attraktiven Fußgängerzone, des historischen Altstadtbereichs oder in den reizvollen Stadtteilen ausklingen.

Ob zum leckeren Schmankerl im Brauhaus oder zu einem Besuch im Veranstaltungszentrum „Alte Füllerei", die Distelhäuser Brauerei bereitet ganzjährig vergnügliche und abwechslungsreiche Stunden rund ums Bier.